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Dienstag, 18. Dezember 2012

{REZENSION} Florian Kührer "Vampire: Monster - Mythos - Medienstar"


Allgemeine Informationen:
Taschenbuch: 295 Seiten
Verlag: Butzon & Bercker; Auflage: 1 (1. Juni 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3766613960
ISBN-13: 978-3766613967
Größe: 20,4 x 12,6 x 3 cm

Leseprobe: *klick*

Über den Autor:
Florian Kührer, geboren 1982, Mag. Phil., Studium der Geschichte und Romanistik / Rumänistik an der Universität Wien, ist Kollegassistent am Initiativkolleg Europäische Diktatur- und Transformationsforschung am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien und promoviert zum Thema Rumäniens Weg in die Königsdiktatur.



Inhalt:
Er verzichtet auf Menschenblut, und doch ist er ein Vampir. Hat man so was schon gehört? Graf Dracula würde sich im Grab umdrehen, wäre er nicht mit einem Pflock in der Erde fixiert. Edward Cullen ist der neue Prototyp, der Erzvampir des 3. Jahrtausends. Ein „Weichei“ als prominentester Vertreter des Vampir-Mythos? Wer denkt bei Vampiren nicht an die blutrünstigen Dracula-Filme mit Christopher Lee? Wer denkt nicht an Transsylvanien, diese sagenumwobene Landschaft, die scheinbar das Phänomen des Vampirs hervorbrachte? Ist der Vampir mehr als eine Legende, Mythos oder Märchen? Dieses Buch begibt sich auf seine Spur – mit erstaunlichen Ergebnissen…

Was ich dazu sage:
Aufgrund meiner roots (meine Mutter sowie meine Oma väterlicherseits ist bzw. war aus Siebenbürgen) habe ich natürlich einen ganz anderen Zugang zum Thema Vampire und deswegen habe ich mich besonders gefreut, dass mir dieses Rezensionsexemplar zugeschickt wurde.
Das Cover finde ich gut gewählt, wenn auch sehr klischeehaft - ein nachtblauer Hintergrund mit der Silhouette von Nosferatu. Darüber prangt ein roter, erhabener Krakelschriftzug "Vampire", der ein wenig an Blut erinnert.

Unterteilt ist das Buch in vier Kapiteln. Eingangs wird der Vampir im Volksglauben erläutert, man erhält einen guten Überblick wie sich der Vampir über die Jahrhunderte hinweg entwickelt hat - voraus gesetzt, man behält den Überblick, denn mir persönlich waren das viel zu viele Informationen auf einmal.
Was hier fehlt ist eine Art Glossar am Ende des Buches, bei dem die vielen Begriffe vielleicht nochmals kurz und knackig erklärt werden, finden sich doch in dem Buch einige, die man vielleicht das erste Mal gehört hat und die im alltäglichen Sprachgebrauch kaum bis gar nicht vorkommen.
Und ich gestehe, ich habe das Kapitel nicht bis zum Schluss gelesen, sondern nur überflogen, es war mir einfach zu trocken (obwohl es gelegentlich wirklich interessant war: wusstet ihr zum Beispiel, dass Schmetterlinge eigentlich nur Hexen und Vampire in anderer Gestalt sind?).

Im darauffolgenden und längsten Kapitel Monster der Moderne - der Vampir als Medienstar finden sich dann endlich die bekannten Gesichter Nosferatu, der elegante Graf Dracula und auch die metrosexuellen Twilight-Vampire wieder. Und hier bin ich auch wieder eingestiegen - und hab mich ein wenig geärgert, da man im Twilight-Teil massivst gespoilert wird! Es ist ja ok, wenn man eine kurze Zusammenfassung zum Inhalt gibt, damit sich jeder auskennt. Aber in dieser langen Ausführung? Das muss erstens nicht sein, weil es nichts zum Buch beiträgt und zweitens gibt es vielleicht doch Leute, die den Film noch nicht gesehen haben und sich vielleicht ein wenig überraschen lassen wollen (ja, ich gehöre dazu, auch wenn ich den ganzen Hype darum nicht mitmache...)
Neben oben genannten Vampiren kommen natürlich, wenn auch nur am Rande die Salvatore-Brüder aus the Vampire Diaries und True Blood vor.

Anschliessend wird im Kapitel Globaler Code und blutige Realität - ein Mythos zwischen den Extremen noch auf den sogenannten "Vampircode" in Politik, Gesellschaftsritik Rassismus eingegangen.

Abschliessend und sachbuchtypisch erwartet uns das Resüme Vom Mythos zum Medienstar - Stationen eines Mythos, in dem wir zwar nichts Neues erfahren, denn dass sich der Vampir in der dörflichen Welt Südost- und Ostmitteleuropas von dem aus Film, Fernsehen und Büchern unterscheidet, wissen wir, denke ich, alle. Aber eine schöne und knackige und chronoligische Abfolge erwartet uns hier.

Das Buch ist zwar einfach und verständlich geschrieben, zeitweise aber leider auch recht langatmig und (für mich zumindest) viel zu ausführlich. Ich habe mich oft dabei ertappt, dass ich Seiten einfach überflogen habe. Man darf hier vielleicht nicht vergessen, dass es sich ja doch um ein Sachbuch und keinen Roman handelt. Trotzdem macht mir das Lesen so keinen Spass...

Fazit:
Meine Erwartungen (wenn ich überhaupt welche hatte) wurden leider nicht ganz erfüllt. "Vampire - Monster, Mythos, Medienstar"  ist ein umfangreiches Sachbuch rund um das Thema Vampire in der Gesellschaft, Film und Fernsehen sowie Büchern, von der Entstehung bis in die heutige Zeit. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf lässt es sich auch ganz gut lesen...

3 von 5

Das eBuch wurde mir freundlicherweise von
Blogg dein Buch und dem Butzon & Bercker GmbH zur Verfügung gestellt!
Danke schön!

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