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Donnerstag, 25. Oktober 2012

[REZENSION] Jando "Sternenreiter. Kleine Sterne leuchten ewig"

Jando "Sternenreiter. Kleine Sterne leuchten ewig"
Jando "Sternenreiter. Kleine Sterne leuchten ewig"





Allgemeine Informationen:
Gebundene Ausgabe: 131 Seiten
Verlag: Koros Nord (24. Juli 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3981486315
ISBN-13: 978-3981486315
Grösse: 18,6 x 14,8 x 1,4 cm





Inhalt:
Wie aus heiterem Himmel taucht in einem Krankenhaus an der Nordsee ein gar sonderbarer, etwa 12-jähriger Junge auf. Mit seiner Art, Freude bedingungslos zu teilen, erobert er die Herzen der der Patienten, Pfleger und Ärzte im Sturm. Die Erwachsenen erfahren, wie beglückend es ist, an den persönlichen Träumen festzuhalten und an Wunder zu glauben. Dass der Glaube Berge versetzen kann, erfährt am Ende auch der kleine, kranke Junge. Sein Wunsch, einem Delfin zu begegnen, erfüllt sich.

Was ich dazu sage:
Nachdem der Workaholic Matts eines Abends von einem Auto angefahren und schwer verletzt wird, findet er sich, nach fast einem Monat im künstlichen Koma, in einem Krankenhaus am Meer wieder.
Schon kurz danach lernt er einen seltstamen Jungen kennen, der ein paar Zimmer weiter untergebracht ist. Matts freundet sich mit dem Jungen an und so wie der Junge ihm dabei hilft, seinen vergessenen Traum (vom Schreiben zu leben) wiederzufinden,  hilft er schlussendlich dem Jungen dessen Traum, mit einem Delfin zu schwimmen, zu erfüllen.

"Sternenreiter. Kleine Sterne leuchten ewig" ist aus der Sicht von Matts in Form von Tagebucheinträgen geschrieben und liest sich wirklich sehr schön. Die Sprache ist zwar sehr einfach und ohne Schnörksel gehalten, trotzdem ist die Geschichte fesselnd und man möchte das Buch gar nicht mehr beiseite legen (bei 131 Seiten ist das auch nicht notwendig ;-)). Beim Lesen musste ich sehr oft an Antoine de Saint-Exupérys "Der kleine Prinz" denken: ein kleiner Junge, quasi allein, der Erwachsenen die Augen öffnen möchte und, salopp gesagt, mit schlauen Sprüchen um sich wirft. Nur: mir ist der blonde Junge aus "Sternenreiter. Kleine Sterne leuchten ewig" mit seiner altklugen und fordernden Art unsympathisch.
Man muss sich folgendes Szenario vorstellen: ein 12-jähriger Junge taucht plötzlich aus dem Nichts auf und wird im Krankenhaus aufgenommen. Er suchst sich selbst ein Zimmer aus, meckert über die Einrichtung und fordert schlussendlich auch noch ein schöneres Bett, weil im das ordinäre Krankenhausbett nicht recht ist. Tags darauf wird er untersucht und festgestellt, dass er unheilbar krank ist, das relativiert das Ganze natürlich etwas, trotzdem gefällt mir diese Art und Weise nicht.

Die vielen Weisheiten sind im Text deutlich hervor gehoben (kursiv geschrieben und als eigener Absatz), damit man sie auch ja nicht überlesen kann. Ich finde das im Lesefluss ein wenig störend, abgesehen davon möchte ich gerne selbst entscheiden, welche Sätze für mich wichtig sind. Gelegentlich dachte ich mir beim Lesen sogar, ob Jando nicht vielleicht zuerst die Weisheiten eingefallen sind und er die Geschichte danach erst drum herum gebaut hat...
Wie dem auch sei, manche davon haben mir trotzdem ganz gut gefallen:

S.11: "Jeder sollte das tun, was er am besten kann und was ihm am meisten Freude bereitet"
S. 52: "Wie schnell wir doch von jemandem, den wir lieben, lernen können."
S. 84: "Manche Wege, die wir wählen, benötigen Zeit. Es ist wie bei den Äpfeln: Sie fallen erst vom Baum, wenn sie reif sind."

Insgesamt ist "Sternenreiter. Kleine Sterne leuchten ewig" eine nette Geschenkidee, die Hoffnung und Mut machen, positives feeling rüber bringen soll. Ich kann mit dem Buch aber, ehrlich gesagt, nicht allzu viel anfangen und werde es weiter schenken.

3 von 5 Erdbeeren

Danke an den KoRos Nord Verlag
für das Rezensionsexemplar

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